Fachtag Kulturelle Bildung & Schule

„Demokratie ins Spiel bringen – Schule als Lernraum für Mitbestimmung“

18.11.2025 // 09:30 bis 17:00 Uhr // Frieda 23, Friedrichstraße 23, 18055 Rostock

Der Fachtag richtet sich an Lehrkräfte, (Theater)Pädagog*innen, Kulturvermittler*innen, Bildungs- und Kulturakteur*innen,
die sich an der Schnittstelle von kultureller Bildung, Schule und Demokratiepädagogik bewegen. Im Mittelpunkt steht die Frage,
wie Methoden Kultureller Bildung genutzt werden können, um eine demokratische Haltung bei Kindern und Jugendlichen zu fördern,
Teilhabe zu ermöglichen und Räume für Auseinandersetzung, Perspektivwechsel und kollektives Handeln zu eröffnen.

Ziel ist es, die Teilnehmenden zu vernetzen, Impulse für die eigene Praxis zu geben und neue Perspektiven auf demokratiebildende
Prozesse in Schule und kultureller Bildung zu entwickeln – mit dem Theater als beispielhaftem Möglichkeitsraum.

Programminformationen

09:30 – 10:00 Welcome
10:00 – 10:15 Begrüßung und Einführung
10:15 – 10:25 Keynote
10:30 – 11:30 Podiumsdiskussion
11:30 – 11:50 Publikumsfragen
12:00 – 13:00 Mittagspause
13:00 – 15:30 Workshopformate
15:30 – 17:00 Meet & Greet / Infostände

Workshops

Workshop 1: „Demokratiebildung im Theaterunterricht“
Kerstin Brinkmann, Lehrerin an der Niels-Stensen-Schule in Schwerin für die Fächer Deutsch und Theater in der
Sekundarstufe I und II

Wie gestaltet man Theaterunterricht demokratisch? Welches Potential hat in diesem Zusammenhang das
Dokumentarische Theater und inwiefern bietet das Forumtheater von Augusto Boal Möglichkeiten zur Intervention?
Diese Fragen an das Fach Theater sind aufgrund der aktuellen politischen Situation in unserem Land brandaktuell.
Daher bietet der Workshop neben theoretischem Input praxisorientierte Übungen sowie Unterrichtsbeispiele.

Workshop 2: “Und jetzt alle!”
Tina Koball, Theaterpädagogin am Mecklenburgischen Staatstheater Kinder und Jugendliche müssen sich in einer Welt behaupten,
in der das Individuum ein zentraler Bestandteil der Gesellschaft ist. Aber nur zusammen kann eine aktive Zivilgesellschaft existieren.
In der theaterpädagogischen Praxis liegt ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit auf der Ensemble-Bildung, um soziale Fähigkeiten,
gemeinsame Ziele und demokratische Werte zu vermitteln. Der Workshop gibt theaterpraktische Impulse, zeigt partizipative Methoden
auf und öffnet den Blick für das Theater als außerschulischen Lernort.

Workshop 3: „Kulturelle Bildung als Türöffner für neue Beteiligungsformate?
Dr. Michael Retzar, Leiter der Serviceagentur Ganztägig lernen MV, wissenschaftlicher Begleiter des Landesprojekts KULTUR.LAND.SCHULE.
Eine langfristige kulturelle Profilierung von Schulen kann eine Chance für neue Beteiligungsformate eröffnen.
Neben regulären Mitbestimmungsstrukturen (z.B. Schülerräten) ergeben sich Möglichkeiten, anlassbezogen oder regelmäßig
Schüler*innen an Entscheidungen im Bereich der Kulturellen Bildung zu beteiligen, den Rückhalt für die kulturelle Schulentwicklung
zu stärken und besser auf jugendliche Lebenswelten einzugehen. Der Workshop bietet einen Einblick in Forschungsergebnisse aus Kulturschulen.

Workshop 4: „Wie Bilder wirken – Bücher und Bilder im Kontext von Demokratieverständnis und Handlungsfähigkeit“

Juliane Dieckmann, Studienleiterin für gesellschaftspolitische Jugendbildung an der

Akademie der Nordkirche Anhand des Kinderbuches “Im ABC durch Rostock mit Max und Mila“ zeigt die Dozentin, wie junge Kinder aus KiTa
und Grundschule über politische Themen ins Gespräch kommen und sich Gedanken zu Fragen der Gleichberechtigung, Wertschätzung der eigenen
Person und Kultur und des respektvollen Miteinanders machen. Davon ausgehend zeigt sie Wege und Möglichkeiten auf,
wie durch künstlerische Prozesse politische Bildung angestoßen und befördert werden kann bzw. welche Anknüpfungspunkte und Handlungsspielräume Literatur und bildende Kunst bieten.

Workshop 5: „Ästhetisches Forschen im Museum:
Vielfalt entdecken und reflektieren“ Birgit Baumgart, Museumspädagogin, Staatl.

Museum Schwerin Museen sind Lernorte voller Potenzial: An alten Originalen werden Bedeutungen neu verhandelt und interdisziplinäre Fragestellungen
wie zur Demokratiebildung und Wertevermittlung aufgearbeitet. Im Workshop erkunden die Teilnehmenden die Methode des Ästhetischen Forschens.
Dabei erfahren sie, wie Schüler*innen mithilfe künstlerischer Ausdrucksformen eigene Perspektiven entwickeln, reflektieren und fächerverbindend arbeiten können.

Anmeldungen ab sofort unter:

Die Veranstaltung ist als offizielle Weiterbildung anerkannt, dementsprechende Nachweise werden auf Wunsch ausgestellt.
Anfallende Reisekosten können für alle Teilnehmer:innen auf Grundlage des LRkG übernommen werden.

Weitere Informationen unter www.kubi-mv.de